Sichtbeton gilt als Königsdisziplin im modernen Bauen. Nach dem Ausschalen zeigt sich jedoch nicht selten ein Bild, das nicht den Erwartungen der Bauherrschaft oder den Vorgaben der Ausschreibung entspricht. Glücklicherweise lassen sich viele optische Mängel heute zerstörungsfrei nachbearbeiten.
1. Farbunterschiede und Wolkenbildung
Unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalte in der Schalung, wechselnde Witterungsbedingungen beim Betonieren oder variierende Zementchargen führen zu Flecken und Farbsprüngen. Mit diffusionsoffenen, mineralischen Silikatlasuren lässt sich der Farbton nuanciert anpassen, ohne den Charakter des Betons zu überdecken.
2. Kiesnester und Porenanhäufungen
Entmischungen oder Rüttelfehler führen zu porösen Kiesnestern. Durch fachgerechtes Ausstemmen, Reprofilieren mit PCC-Mörtel und anschliessender Feinretusche wird die Fläche wieder vollständig homogenisiert.
3. Ausblutungen an Schalungsstössen
Undichte Schalungselemente lassen Zementmilch austreten. Die verbleibenden rauen Kanten werden vorsichtig beigeschliffen und strukturell retuschiert.
